HWE Erbach-Waldmohr und SV 64 Zweibrücken intensivieren ihre Partnerschaft

Im letzten Jahr vereinbarten die HWE Erbach/Waldmohr und der SV 64 Zweibrücken, dass sie zukünftig als Partnervereine im Jugendbereich punktuell miteinander kooperieren möchten. Im ersten Schritt organisierten beide Vereine unter der Leitung von Stefan Bullacher, der in Zweibrücken auch die erste Mannschaft in der 3.Handball-Bundesliga trainiert, ein zusätzliches Fördertraining für die Elf- und Zwölfjährigen. Die Übungseinheiten fanden regelmäßig samstagsmorgens in der Rothenfeldhalle in Waldmohr statt und erfreuten sich großer Beliebtheit. Mehr als fünfzehn Kinder kamen zu den Förderstunden und waren mit viel Fleiß und Können bei der Sache. Leider beendete auch hier die Corona-Pandemie die erfolgreichen Bemühungen zur gemeinsamen Talentförderung.

Synergieeffekte nutzen

Doch der Reibungslose Ablauf und die Erkenntnis, dass sich die Kinder und Verantwortlichen beider Vereine sehr schnell zu einer harmonischen Einheit zusammen fanden, hinterließ einen bleibenden positiven Eindruck. Als sich dann im Juni 2021 die Hallentüren für die Sportler wieder öffneten, vereinbarten beide Seiten nicht nur die Weiterführung, sondern die Intensivierung der Partnerschaft. In der Saison 2021/22 gehen somit die Balljäger aus Zweibrücken und Erbach/Waldmohr mit zwei D-Jugend-Teams gemeinsam an den Start. Dabei bleiben beide Jugendabteilungen vollkommen eigenständig und streben auch keine große Spielgemeinschaft an. Beide Vereine hätten auch problemlos jeweils eine eigene und selbstständige Mannschaft für den Spielbetrieb melden können. Hier sollen aber vor allem durch punktuelle Zusammenarbeit Synergieeffekte geschaffen werden. Durch die Meldung der D1 in der Saarlandliga und der D2 in der Bezirksliga können die Trainer den aktuellen Entwicklungen ihrer Schützlinge deutlich besser gerecht werden. Außerdem steht die Trainerausbildung der jungen HWE-Coaches im Vordergrund. Mit Max und Philipp Gast stehen zwei hoffnungsvolle und engagierte Trainer zur Verfügung, die sich unter der Leitung von Patrick Richter und Stefan Bullacher immer mehr entwickeln. Während Richter und Bullacher die Betreuung in der Saarlandliga übernehmen werden, stehen die Gast-Brüder in der Bezirksliga an der Seitenlinie.

Handballtradition in den Genen

Bei genauerer Betrachtung der Familiengeschichten, trifft in dieser Jugend ruhmreiche Vergangenheit auf hoffnungsvolle Zukunft. Denn vor allem die Großväter des einen oder anderen Knirpses, haben ihre eindrucksvollen Spuren hinterlassen. So kämpften Jakob Neuhäuser und Peter Baab im grün/weißen Trikot des TSV Erbach gemeinsam um den Aufstieg in die erste Bundesliga. Hans Jürgen Müller aus Zweibrücken spielte zwei Jahre für den TuS Neunkirchen in der ersten Liga. Und nun führen die Enkel der drei Handballhelden aus den 70er Jahren, Hannes Neuhäuser, Luca Baab und Stian Müller,  die erfolgreiche Familientradition auf dem Spielfeld weiter. „Das ist auch für mich eine witzige Konstellation. Denn sowohl Jakob Neuhäuser als auch Peter Baab waren ehemalige Trainer von mir. Und mit allen drei Vätern der Jungs, Michael Neuhäuser, Roland Kowolik und Matthias Müller habe ich im Laufe meines Handballlebens zusammengespielt“, freut sich auch Stefan Bullacher, der ja bekanntlich ebenfalls das Handball-Einmal-Eins in Erbach erlernte, auf die gemeinsame Zeit.